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Dao Newsletter 08/2006 | | | ÜBERBLICK
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GELEITWORT » DER WEG VOM LANGSTOCK
ZUM FEUERSTOCK » QUAN DAO GÜRTELPRÜFUNG
IN BAD ZWESTEN » DIENSTAGS UM
FÜNF IN KREUZBERG » QUAN DAO IN
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| | GELEITWORT
| | | von
Dr. Michael Schmidt, Quan Dao Meister
Quan Dao der Weg zur Quelle zeigt
2006 mit dem Aussetzen des Sommercamps und einem Retreat für die Quan Dao Lehrkörperschaft
Zeichen des Wandels. Wir haben die Ernte eingebracht nach sieben Sommercamps und
auf uns geschaut, brauchten Klarheit vor dem nächsten Schritt.
Als ein
Zeichen, wie wir den Weg zur Quelle weitergehen wollen haben Markus von Aschoff
und Malte Scaparra als eine Weiterentwicklung unserer Quan Dao Zeitschrift einen
e - mail - NEWSLETTER konzipiert. Dieser wird in Erweiterung unseres bisherigen
Informations - Konzeptes von SchülerInnen, InteressentInnen und LehrerInnen aktuelle
Themen, Themen zum Nachdenken, Info aus den Gruppen und deren Aktivitäten, Mitteilungen
zur Lehrerausbildung und Systematischeres zu Quan Dao enthalten. Vor allem wird
der QUAN DAO NEWSLETTER uns die Möglichkeit geben in kürzeren Abständen über Aktivitäten
des Quan Dao e.V. zu berichten.
Ich danke an dieser Stelle Sifu Uwe Oetreich,
der bislang die Quan Dao Zeitschrift konzipierte, layoutete und redaktionell betreute.
Sabine Herms gilt weiterhin mein Dank, die in den letzten Jahren redaktionell
für das Erscheinen der "Quan Dao" sorgte.
Möge der Anfängergeist uns begleiten!
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| | | DER
WEG VOM LANGSTOCK ZUM FEUERSTOCK | | | von
Nikolai Fuhr, I. Dan Quan Dao
Der Unterschied zwischen einem Langstock
und einem Feuerstock ist kleiner als man es vielleicht im ersten Moment erwartet.
Er beträgt nämlich nicht mehr als ca. zwei Meter Cevlarband, welches man um die
Enden wickelt, einige Schrauben, mit denen man es fixiert und wahlweise noch etwas
Lenkerband das dafür sorgt, dass der Stock besser in der Hand liegt.
Diese
Art der Modifikation eines Langstockes verändert sein "Verhalten" zwar ein wenig,
im Grunde ist es jedoch immer noch nichts anderes als ein Langstock mit Docht
an den Enden. Was macht dann letztlich den Unterschied aus?
Genau, dass
Feuer!
Feuer hat mich schon immer fasziniert, bereits als kleines Kind
habe ich mit großer Leidenschaft Feuer gemacht und dass hat sich bis heute nicht
geändert.
Ich weiß noch genau als ich zum ersten Mal einen Feuerstock
in die Hand genommen habe, es war auf dem Sommercamp 2003 und obwohl mein Repertoire
damals noch mehr als bescheiden war, weckte es in mir sofort eine Leidenschaft,
die bis heute andauert.
Seitdem habe ich viele Leute getroffen, die sich
mit Feuer bewegen, auch mit Feuerstöcken, jedoch außerhalb vom Quan Dao noch Niemanden,
der ebenfalls mit einem Langstock begonnen hat. Dabei ist es so nahe liegend,
beträgt der Unterschied doch gerade mal ein wenig Docht und ein paar Schrauben,
die Bewegung bleibt die Gleiche!
Mein Glück war, das ich damals nicht
alleine gewesen bin, zu zweit geht alles besser, auch das Üben mit dem Stock.
So habe ich mit meinem Freund Sebastian Jeremias Fawier, der mit dem Langstock
bereits weit mehr Erfahrung mitbrachte, angefangen die Bewegungen auszupirschen,
die sich besonders gut mit Feuer verbinden ließen, kurz gesagt die Acht Kreise
mit dem Stock.
Wie der Name bereits ankündigt, handelt es sich dabei um
Kreisbewegungen, wobei uns im Grunde nur diejenigen interessierten, welche man
durchgehend miteinander verbinden kann, um so in den Fluss mit dem Stock zu gelangen.
Was sich als Übungen herauskristallisiert hat, ist leicht zu beschreiben:
Kreisen vor dem Körper, kreisen in einer achtförmigen Bewegung, den Stock hinter
dem Rücken durchgeben und das Kreisen hinter dem Körper.
Mehr ist es nicht,
obwohl die Variationsmöglichkeiten natürlich unendlich groß sind. Das wichtigste,
das ich daraus gelernt habe, ist dass ich immer eine Art Orientierung brauche.
Deshalb habe ich mich auch darum bemüht möglichst einfache Basistechniken als
Ausgangspunkt zu finden, die durch verschiedene Hilfsmittel ausbaufähig sind.
So war das erste das mir beim Stockdrehen aufgefallen ist die Eigendynamik, die
der Stock entwickelt, was nicht besonders schwer zu erkennen war bei den vielen
Blauen Flecken die ich dadurch davontrug, dass ich den Stock an den falschen Stellen
griff. Also nahm ich mir einen Lötkolben und markierte mir drei Stellen: die Mitte
und jeweils eine handbreit daneben. So konnte ich immer direkt überprüfen für
welche Bewegung ich wohin greifen musste, eine echt feine Sache, die bei mir in
jedem Stockseminar zum Einsatz kommt.
Dann kam irgendwann eine Phase,
in der ich anfing fest zustellen, dass ich im Grunde keinerlei Kraft aufzuwenden
brauche um den Stock zu drehen, ganz im Gegenteil, je weniger der Stock gezwungen
wird, um so flüssiger läuft er.
So nahm die Rate der schmerzhaften Begegnungen
zwischen meinen Knochen und dem Stock immer mehr ab. Also überlegte ich mir, dass
es möglicherweise nicht unbedingt der Stock ist der den falschen Weg nimmt, sondern
dass ich es bin der am falschen Ort steht. Die Essenz aus dem Ganzen ist: wo greife
ich, wie führt (nicht zwingt!) meine Hand den Stock und wie bewegt sich mein Körper
dazu. Aus diesen wenigen Dingen lässt sich eine ganze Menge gewinnen, solange
man locker und kreativ an die Sache herangeht, ansonsten macht es keinen Spaß.
Was für mich die Arbeit mit dem Stock so interessant macht ist die Stille,
die sich daraus für mich ergibt. Darin liegt auch der Reiz ihn zu entflammen -
Stille. Denn wenn so ein brennender Stock beim Drehen wie verrückt anfängt zu
fauchen ist die innere Ruhe, die mir dabei widerfährt unvergleichlich, da plötzlich
die gesamte Umgebung hinter einem einzigen Vorhang aus Flammen verschwindet und
ich in eine vollkommen andere Dimension von Raum und Zeit eintauche. Darin liegt
für mich die Leidenschaft, dass war immer mein Antrieb weiter zu üben und zu experimentieren
um immer noch tiefer einzutauchen.
Und für jeden der gerne mit dem Stock
arbeiten möchte, ob mit oder ohne Feuer, habe ich im Grunde nur einen Rat: Sei
frei in dem was du tust und übe nur mit einem Lächeln auf den Lippen!
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| | | QUAN
DAO GÜRTELPRÜFUNG IN BAD ZWESTEN | | | von
Jenny Fohmann, 3.Grad Quan Dao
Am Samstag, 8. Juli 2006, prüfte Meister
Michael Schmidt neun Quan Dao Kung Fu Schüler im Lebenstanz in Bad Zwesten. Wir
Schüler aus Bad Wildungen, Bad Zwesten und Kassel hatten das Ziel, einen weiteren
Grad im Quan Dao Kung Fu zu erlangen.
Die Prüfungsgruppe setzte sich aus
Meister Michael Schmidt, Ernst-Ulrich von Teubern, Ulrike und Norbert Keller und
Elias Scaparra zusammen. Die Lehrer nahmen unseren Stil und unsere Performance
unter die Lupe. Wir hatten einen guten Trainingsaufbau, den wir nun unter Beweis
stellen konnten, so traten wir gemeinsam den Weg zur Quelle an.
In der
ersten Phase mussten wir uns in den Bewegungsfluss einfinden und durchliefen die
Grundübungen der Kraft. Gemäß den Anforderungen für den nächsten Grad durchliefen
wir Schüler die ersten bis sechsten Zwölf, die sieben Tiere und ihre Langformen,
Fixsparring und Stockformen. Abschließend haben wir den Bruchtest gemacht.
Danach
bekam jeder Schüler ein persönliches Feedback zu seiner Performance von den Prüfern:
diese gaben uns Tipps und machten uns deutlich, woran wir noch arbeiten können.
Durch die gute Stimmung hatten wir viel Spaß bei der Prüfung. Wir konnten an diesem
Tag viele Anregungen mit nach Hause nehmen - und in unser weiteres Training.
Zum
Schluss fand die Gürtelverleihung statt. Den höchsten Gurt machte Sebastian Guth
mit dem Braungurt. Für alle bedeutete es einen Schritt nach vorne, denn zur Freude
aller hat die ganze Neunergruppe ihr Ziel erreicht und einen weiteren Grad erlangt.
Quan Dao - der Weg zur Quelle. Sicherlich werden wir beim Quan Dao noch weitere
spannende Erfahrungen machen.
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| | | DIENSTAGS
UM FÜNF IN KREUZBERG | | | von
Harald von Aschoff, I. Dan Quan Dao
Ein Experiment ist ein Versuch mit
ungewissem Ausgang. In Berlin läuft schon seit einiger Zeit ein ganz eigener Versuch:
in der Jugendgruppe mischen sich gänzlich unterschiedliche Altersstufen. Und der
Ausgang ist bei jedem Training ungewiss…
Heute war ich das erste Mal richtig
böse. Wer mich kennt, wird sich jetzt fragen, ob das bei mir auch wirklich möglich
ist oder ob ich nicht viel zu lieb dafür bin. Ich kann nur sagen, dass ich von
meinen Schülern viel gelernt habe; ich lerne genauso viel von ihnen wie sie von
mir, wahrscheinlich sogar mehr.
Mein persönlicher Lehrmeister ist vor
allem Jan, zehn Jahre alt. Sinnlos, diese Power zum Meditieren zu bringen, sie
sprengt auch die ersten Zwölf und das Formtraining, es gibt nur ein Gerät, das
kein Ball ist und an dem sie sich entfalten will: "Hängen wir heute den Boxsack
auf?" fragt mich Jan mit leuchtenden Augen.
"Nee, nich schon wieda", meldet
sich Jennifer, gerade 16 geworden. Ein Alter, in dem die wenigsten mir bekannten
Mädchen auf ein Stück Leder einknüppeln wollen. Oder Fußball spielen, auch die
ersten Zwölf sind nicht das Passende, aber mit dem Kämpfen im Ring kann sie sich
anfreunden. Jan und Jennifer kommen immer zusammen zum Training, das haben sie
schon bei Gabriele gemacht, und auch da kamen sie schon super miteinander aus.
Eric und Luca hingegen sind noch nicht so lange dabei. Beide französische
Muttersprachler mit perfektem Deutsch, beide 17, beide auf dem französischen Gymnasium
in Berlin, auf dem sie ein französisches und ein deutsches Abitur machen werden.
Vor dieser Mischung stehe ich immer dienstags um 17.00 Uhr wie der Ochs
vorm Berg und frage mich, wie ich die Energien zusammenfließen lassen kann. Fangen
wir mit der Meditation an - Jan, klau mir nicht die Klangschale! "Kannst Du mich
etwa trotzdem sehen, obwohl Du die Augen zu hast?" Nein, ich höre, wie Deine Kleider
rascheln, aber das sage ich Dir lieber nicht, damit es beim nächsten Mal wieder
klappt.
Klar, dass hier Probieren über Studieren geht. Kreative Wege sind
gefragt, um die Schüler bei Laune zu halten. Manchmal balgen wir uns die ganze
Stunde nur, manchmal spielen wir, manchmal laufen wir Formen und manchmal spielen
wir Formen, während wir uns beim Laufen balgen. Das Training ist eine gute Übung
für den Lehrer, um wirklich präsent zu sein. Wie gesagt, ich lerne am meisten.
Ich will, dass uns allen das Training Spaß macht. Aber nicht nur das,
ich will auch Quan Dao vermitteln. Und da sind die Momente, wo meine Vorstellungen,
Konzepte und Illusionen an meinen Schülern zerplatzen. Die Momente, in denen ich
endlich handfest werde, wie Michael mir schon vor Jahren empfohlen hat. Die Momente,
in denen Jan mir den Ball vor die Brust kickt, wenn ich gerade den beiden großen
Jungs die Grundübungen zeige.
Heute war also wieder so ein Tag, an dem
ich handfest werden darf. Nicht, dass ich handgreiflich werde, nur ein bisschen
laut. Heute auch ein bisschen mehr, und zum ersten Mal war ich wirklich böse auf
meine Schüler. Trotzdem sind wir zur Abschlussbewegung zusammengekommen. Wieder
haben wir alle etwas gelernt, und ich wahrscheinlich sogar ein bisschen mehr als
meine vier Jugendlichen.
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Anfang
| | | QUAN
DAO IN LINDAU | | | von
Regina Kleversaat, 4. Grad Quan Dao, Chefärztin Klinik Reinhardstal Bad Wildungen-Reinhardshausen,
FÄ für psychotherapeutische Medizin Neurologie und Psychiatrie
Der seit
über 50 Jahren jährlich stattfindende Psychotherapeutenkongress in Lindau ist
laut Angaben der Veranstalter der größte regelmäßig stattfindende Psychotherapeutenkongress
der Welt. Im Frühjahr 2006 fand die zweite Kongresswoche unter der Überschrift
"Bewegung" statt. Ich habe die Grundübungen der Kraft dort in zwei Gruppen mit
jeweils 15 Teilnehmern über eine Woche unterrichtet. Meine Bewerbung habe ich
in den folgenden Kontext gestellt:
Die Metapher "Bewegung" beinhaltet
neben der Motorik notwendigerweise auch das innere Wachstum, das sowohl körperlich
als auch seelisch beschrieben werden muss. Durch das Erlernen des in der projektierten
Lehrveranstaltung angebotenen 12-teiligen Übungssets "Grundübungen der Kraft",
das aus dem Quan Dao Kung Fu stammt, wird der Zugang zum inneren Wachstum erleichtert
und transparenter gemacht. Die Übungen, die ähnlich wie eine Bewegungsmeditation
wirken, können im Rahmen einer Lehrveranstaltung (5 x 90 Minuten) erlernt werden.
Es können ebenso theoretische Grundlagen angesprochen werden und über eigene Fallbeispiele
aus der stationären psychotherapeutischen Praxis die Wirkungsweise verdeutlicht
werden. Eigene patientenbezogene Erfahrungen erstrecken sich auf Patienten mit
unterschiedlichen psychosomatischen Krankheitsbildern. Insbesondere auf Schmerz-Patienten
(auch im Gruppensetting). Die therapeutische Anwendung zeigt, dass die Patienten
im Zuge fortschreitender Übungspraxis beginnen, sich wieder zu bewegen und damit
die eigene Handlungsfähigkeit und das eigene Wachstum zu spüren und zu realisieren.
Über den klinisch-therapeutischen Bereich hinaus wurden die Übungen in innerbetrieblichen
Fortbildungsmaßnahmen erprobt.
Psychotherapeuten in den Grundübungen der
Kraft zu unterrichten, war eine ganz besondere Erfahrung für mich. Nach Unsicherheiten
im Vorfeld merkte ich rasch, dass das Angebot positiv aufgenommen wurde. Nicht
nur das Sprechen über die Bewegung, sondern in unserem Fall die Bewegung selbst,
hatte vielfach einen befreienden Charakter. Kraft und Energie wurden deutlich
spürbar und erlaubten die sinnliche Erfahrung des Bewegungsthemas.
Die
Beziehung der Gruppenmitglieder untereinander festigte sich ebenso wie die zur
Gruppenleiterin von mal zu mal, sodass auch von einer der Gruppen eine organisatorisch
hervorgerufene Krise überwunden werden konnte. Die Übenden wunderten sich, dass
die von Kampfkünstlern erwartete Strenge beim Anleiten ausblieb.
Am Ende
hatten die Teilnehmer die Übungen gelernt und in einer kurzen Anleitungserfahrung
den Synergieeffekt bei sich selbst und in der Gruppe gespürt. Die vielen Fragen
zu Anwendungsmöglichkeiten bei Klienten und in der Klinik und die Fragen zu den
theoretischen Hintergründen wurden ausführlich beantwortet und diskutiert.
Die
meisten Teilnehmer sind neugierig geworden, welche Möglichkeiten die Grundübungen
für das eigene Leben bieten könnten, viele haben sich für weitergehende Seminare
interessiert. Erst im zweiten Schritt konnten sie sich vorstellen, die Grundübungen
im beruflichen Kontext mit anderen Menschen anzuwenden. Die Grundübungen der Kraft
haben bei dem Kongress in Lindau viel positive Beachtung gefunden. Ich selbst
habe mich gestärkt und gefestigt gefühlt nach dieser Erfahrung.
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| | | WILLST
DU KÄMPFEN WIE EIN TIGER | | | Projekttage
der Helenentalschule Bad Wildungen (27. - 29. Juni 2006) von Annette Dolle
Willst du kämpfen wie ein Tiger? Willst du stampfen wie ein Bär? Willst
du fliegen wie ein Kranich?
Dies war das Motto der mehr als 15 Angebote
während der Projekttage der Grundschule Helenental in Bad Wildungen.
Bei
dem überwältigenden Interesse an diesem Projekt verblieb die Entscheidung über
die Teilnehmer bei Schulleiterin Dagmar Grieneisen, die eine für sie erscheinende
adäquate Auswahl von 20 Schülerinnen und Schülern - und damit dem größten Projekt
überhaupt - traf.
Vom Kopf bis zum großem Zeh, hoch konzentriert und motiviert
zeigten die Erst- und Zweitklässler im Alter von acht bis zehn Jahren an diesen
drei außergewöhnlichen Schultagen ihr Bestes. Sechs Grundübungen der Kraft und
die Koreographie des "kleinen Tigers" forderten all ihre Konzentration und Leistungsvermögen,
was Ulrich von Teubern, unterstützt von seiner Schülerin Franziska Dolle, spielerisch
aus ihnen herauszukitzeln wusste.
Eine ausdrucksvolle Demonstration dieser
Projekttage wurde für Mitschüler, Eltern, Lehrer und Freunde der Helenentalschule
zum Schulfest am 30. Juni 2006 präsentiert. Die 20 "kleinen Tiger" können stolz
auf ihre erbrachte Leistung sein.
Lieber Ulrich von Teubern, Herzlichen
Dank für das hoch einfühlsame und persönliche Engagement und die tolle Zusammenarbeit
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| | FREIHEIT
IM TASCHENBUCHFORMAT: FREE YOURSELF | | | von
Harald von Aschoff, I. Dan Quan Dao
Befreien Sie sich von der Unkenntnis,
worüber dieser Artikel handelt, indem Sie ihn lesen. Befreien Sie sich von der
Unkenntnis, was Sie von Free Yourself halten können, dem zweiten Buch vom Barfussdoktor
nach "Handbuch für den gewitzten Stadtkrieger". Befreien Sie sich, gleich, jetzt.
Unterhaltsam ist es, mindestens. Gut zu lesen, leicht geschrieben, angenehm
portioniert und in der Wirkung. "Free Yourself"* vom Barfußdoktor verbreitet gute
Laune allein dadurch, dass man es sich zu Gemüte führt. Mit einer Mischung aus
Taoismus, Schamanismus und positivem Denken beschreibt der Autor Fesseln des Alltags
und Übungen zur Affirmation, Akupressur, Visualisierung und energetischen Arbeit,
um sich von diesen Fesseln zu befreien.
Befreiung ist dabei das Stichwort
überhaupt, denn "Befreiung führt zum meistgesuchten Schatz der Menschheit: zur
Freiheit". Das Buch soll einen "Befreiungsprozess in Gang setzen, der Ihnen zu
einer neuen (…) Beziehung zu sich selbst und zu Ihrer Umwelt verhilft". Allein
die häufige Nutzung des B-Wortes steigert das Wohlbefinden.
Wer das "Handbuch
für den gewitzten Stadtkrieger" kennt und liebt, wird auch dieses Buch mögen.
Die Palette der Übungen ist vor allem um Akupressur erweitert worden, der Zusammenhang
zwischen den Organen und dem Energiefluss ist zentral. Ob diese Selbstmassage
hilft? Ausprobieren - ich habe es noch nicht gemacht, finde den Ansatz aber sehr
interessant. Die Affirmationen und Visualisierungen hinterlassen auf jeden Fall
ein angenehmes Gefühl, ganz in der Tradition des "Stadtkriegers".
Dass
der Barfußdoktor die Kapitel gerne mit Beschreibungen seiner eigenen Situation
beim Schreiben würzt, ist mir jedoch fast too much detail. Allerdings nur fast,
auf dem schmalen Balken, der (meine persönliche) Geschmacksgrenze in dieser Hinsicht
darstellt, balanciert er auf der sicheren Seite.
Die Phänomene, die er
in Kapiteln wie "Befreiung von Selbstmitleid" oder "Befreiung von dem Gefühl,
immer in Eile zu sein" darstellt, kommen einem jeden sehr bekannt vor. Die freundliche
Betrachtungsweise des Barfußdoktors lindert bereits beim Lesen einige der unangenehmen
Gefühle, die man den eigenen Beschränkungen gegenüber empfindet. Der "Stadtkrieger"
geht dabei jedoch etwas mehr in die Tiefe, "Free yourself" setzt mehr auf Akupressur.
Dieser neue Schwerpunkt, die eigenen Anekdoten und Anekdötchen, ein leicht
abgewandelter Ton - wie gesagt, wer den "Stadtkrieger" liebt, wird "Free yourself"
mögen. Nicht, dass das Buch wesentlich schlechter wäre - es ist nur etwas anders.
Aber dennoch ein toller Ratgeber, sehr angenehm und leicht zu lesen und potentiell
lebensgefühlverändernd, und zum Thema Vergleich mit dem "Stadtkrieger" empfehle
ich mir selber das Kapitel "Befreiung von der Vergangenheit (und der Zukunft)".
Empfehlenswert!
Der Barfußdoktor: Free yourself. Leben ohne Ängste, Stress
und andere Fesseln des Alltags. rowohlt Taschenbuch Verlag, 2004, 8,90 Euro.
»
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| | | SEMINAR:
KALLIGRAPHIE | | | BERLIN,
3. September von 10.00 - 16.00 Uhr Ltg.: Sensei Tetsuo Terasaki Beitrag:
65,- Anmeldung: Quan Dao Zentrum Berlin, T. 030-6159077, henry@quandao.de
Kalligraphie ist die Kunst des Schönschreibens chinesischer Schriftzeichen,
die zu den ältesten Symbolen der Welt zählen. Sowohl die chinesische als auch
die japanische Schrift wurzelt in diesen Zeichen. Sie bilden eine der ältesten,
noch existierenden Schriften. 4000 Jahre v. Chr. Entwickelten die Vorfahren des
heutigen chinesischen Volkes Zeichen, um ihr Leben und ihre Tätigkeiten in Beziehung
mit der Natur aufzuzeichnen und ritzten oder brannten diese in Tonware. Diese
Schnitzereien aus linearen Mustern sind die frühesten Beispiele einfacher Bildsymbole
für die Darstellung abstrakter Gedanken. In den folgenden Jahrtausenden hat sich
eine große Vielfalt an faszinierenden Schriftzeichen und Stilrichtungen entwickelt
und mit ihnen die Kunst der Kalligraphie.
Die Kalligraphie galt als die
höchste Kunstform des Ostens; im alten China war es unmöglich, einen Staatsprüfung
für ein Regierungsamt zu bestehen, wenn man die Kunst der Kalligraphie nicht beherrschte.
Bedeutende Intellektuelle, Maler, Dichter und Ärzte waren meist auch großartige
Kalligraphen. Die traditionelle Kampfkunstausbildung umfasste immer drei Bereiche:
Kampfkunst, Heilkunst und Kalligraphie. Ein chinesisches Sprichwort sagt, "Schriftzeichen
spiegeln die Seele des Menschen wider". Das Studium der Kalligraphie und ihre
regelmäßige Ausübung dient der Persönlichkeitsentwicklung und führt zu innerer
Harmonie und Zufriedenheit.
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