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 Quan Dao Newsletter 02/2007
 ÜBERBLICK
 

» QUAN DAO PERFORMANCE
» GEHST DU INS KLOSTER?
» WORKKSHOP: KAMPFKUNST UND DHARMA
» QUAN DAO TURNIER

» SOMMERCAMP 2007: ENTDECKE DEN ANFÄNGERGEIST
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 QUAN DAO PERFORMANCE
  Performance Gruppe auf dem Sommercamp 2004Ich denke die meisten von euch haben sie schon mal irgend wo erleben dürfen, die Quan Dao Performancegruppe.
Ich weiß noch wie alles begann, damals auf dem Sommercamp 2002 in MaRah wo im Zeichen der Schlange zu einem Seminarangebot zum Thema Performancegruppe eingeladen wurde. Damals war es Markus von Aschoff der uns interessierte, die wir uns im großen Bewegungsraum eingefunden hatten, mit dem Thema vertraut machte. Um es kurz zu halten ging es darum Quan Dao zu verkörpern. Nicht dass wir das nicht alle sowieso schon längst täten, und mit wir meine ich nicht nur die, ich sage mal "aktiv Performer" bzw. die die es werden wollten, sondern jeden der Quan Dao übt, auf die eine oder auf die andere Art. Jedoch ging es ganz speziell darum eine Gruppe aufzubauen die sich darauf spezialisiert Quan Dao nach außen zu tragen und über die Bühne Zugang zu schaffen zu dem was wir durch dass Quan Dao Kultivieren und damit auch verkörpern, eine Performancegruppe eben.
Diese Performancegruppe wuchs dann im laufe der letzten vier Jahre, zunächst unter der Leitung von Markus von Aschoff, später dann in Regie von Ulrike Keller die die Verantwortung letztlich im August vergangenen Jahres in meine Hände legte. Dort liegt sie nun und ich schaue was ich damit mache.
Da ich die meiste Erfahrung in Sachen Performance mit Feuer gesammelt habe lag die Idee nahe diese auch in die Performancegruppe einfließen zu lassen was zu dem Interessanten Performance Projekt führte an dem wir derzeit Arbeiten, es trägt den Titel: "Burne!"
Feuerstock PerformanceNatürlich waren alle sofort Feuer und Flamme, es sprudelte geradezu vor Begeisterung und Kreativität nachdem ich den Vorschlag eingebracht hatte mit Feuer auf die Bühne zu gehen. Mein Gedanke dahinter war einerseits dass es mir gut liegt, dass Spiel mit dem Feuer, andererseits war meine Absicht jedoch auch eine Art Selbstläufer zu entwickeln der von der Kreativität der Teilnehmenden Abhängt. In den bisher von mir geleiteten Seminaren zum Thema Feuer hatte ich immer dass Problem jede einzelne Technik ausreichend zu behandeln, braucht es doch vor allem eines: Wiederholung!
Mit der Performancegruppe bestand meine Arbeit also lediglich darin allen eine einigermaßen gleiche Basis zu schaffen, was durch die bereits vorhandene Erfahrung für alle ein Leichtes war. Danach fühlte ich mich wie ein Koch der seine Zutaten in einen Topf wirft und anschließend nichts weiter zu tun hat als dafür zu sorgen dass alles leise vor sich hinköchelt. Ich versuchte mich bei diesem Prozess weitestgehend im Hintergrund zu halten und beobachtete mit Spannung wie die Gruppendynamik ihren lauf nahm.
Es gab viele Momente in denen mir der Atem Stockte und ich mich selber fragen musste: wer hat ihnen dass denn beigebracht?? Ich jedenfalls nicht, brauchte ich auch gar nicht, denn: Alles ist schon da! Also tat ich nichts außer für die richtige Musikalische Untermalung zu sorgen, wobei ich auch hier großartige Unterstützung in Person meines guten Freundes Martin Emanuel Baumgart bekam.
Weil Arbeit jedoch immer leichter Fällt mit einem gemeinsamen Ziel und ohne hin Weihnachten, als dass lichter fest schlechthin vor der Tür stand, beschlossen wir uns auf einem der Zahlreichen Weihnachtsmärkte unserer Erstaufführung zu stellen.
Feuerstock PerformanceGesagt getan und so trafen wir uns am dritten Advent vor dem Kassler Rathaus um unsere Bühne aufzubauen. Wir hatten vom Ordnungsamt zwei Auflagen erhalten, einen Feuerlöscher und eine deutliche Bühnenbegrenzung. Ersteres war kein Problem, für letzteres kam uns die Idee das Medium selbst als Abgrenzung zu nutzten indem wir einen Halbkreis aus Kerzen aufstellten, was seinen zweck auch ganz hervorragend erfüllte, jedoch den ein oder anderen Scherzkeks nicht davon abhielt quer über die Bühne durch lauter wirbelnde Feuerstöcke zu latschen um dann bei uns Trommlern mit breitem Grinsen nach Feuer für seine Zigarette zu Fragen!
Alles in allem lief der Abend jedoch absolut glatt, Leute gingen vorbei blieben stehen schauten, staunten, gingen weiter oder suchten sich ein Plätzchen um zu verweilen, manche länger, andere Kürzer, aber alle genau wie die auf der Bühne: ganz Individuell, mal zusammen mal alleine und immer aus der eigenen Mitte heraus. Für mich war dieser Auftritt in erster Linie ein Schmelzprozess vom Erz zum Roh stahl den es nun weiter zu schmieden gilt bis eine fertige Klinge daraus geworden ist.
Ziel ist eine Gruppe die in der Lage ist eine fesselnde Waffenperformance sowie eine Atemberaubende Feuersohw anzubieten die auf Anfrage Deutschland weit Auftritt um so dazu beizutragen Quan Dao nach außen zu tragen und Lust auf Bewegung zu machen! Ich bin mir im klaren wie hoch dieses Ziel gesteckt ist, doch sehe ich auch wie nahe wir dem bereits sind und eines sei an dieser Stelle gesagt: Ein Lob an jeden der am Projekt Performancegruppe mitwirkt oder mitgewirkt hat, ihr seid super und durch die Begeisterung die ihr mitbringt wird das ganze Lebendig!! Dafür großen Respekt von mir besonders an meine beiden Vorgänger Markus und Ulrike.
Abschließend möchte ich nun noch jeden einladen der bis hierher durchgehalten hat und schon immer einsteigen wollte in das Thema "Verlängerung". Die Quan Dao Performance bietet derzeit die Einmalige Gelegenheit sich unmittelbar am Wachstums- und Entwicklungsprozesses des Quan Dao Themas "Verlängerung" zu beteiligen, alles was du brauchst bist du selbst und die Bereitschaft mit dir und anderen zu Arbeiten!

To Perform: arbeiten, aufführen, auftreten, ausführen, durchführen erfüllen, leisten, spielen verrichten, vollbringen, vollführen, vollziehen, vorführen, vortragen

Bei fragen Mail an Niko@QuanDao.de

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 GEHST DU INS KLOSTER?
  "Gehst du ins Kloster ?", wurde ich vor meinem Vipassana-retreat (Vipassana = Erkenntnismeditation, retreat = Rückzug ) einige Male von meinen Schüler/innen gefragt. Nein, um mich einen Monat der Vipassana Meditation zu widmen, habe ich ein Retreat im Meditationszentrum Beatenberg ( www.karuna.ch ), in den Schweizer Alpen oberhalb des Thuner Sees, mit Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau besucht. Dies empfinde ich als reiches Geschenk und möchte mich bei allen bedanken, die mir diesen Rückzug ermöglichten! Zu nennen sind vor allem meine deutschsprachige Lehrerin Ariya Nani, eine gebürtige Schweizerin, die seit 14 Jahren in Burma als buddhistische Nonne lebt, und mein langjähriger Meditationslehrer Fred von Allmen. Fred widmet sich seit 1970 der buddhistischen Geistesschulung in Asien, Europa und den USA, unter Lehrern der Theravada und der Tibetischen Mahayana Tradition. Seit 1984 ist er weltweit als Kursleiter tätig. Ohne das Wohlwollen meiner Familie und die Unterstützung von Moritz, der mich in meiner Zimmerei vertrat, Sebastian Fawier, der meine Bad Wildunger Gruppe unterrichtete, Mike Marose, der die Kasseler Gruppen übernahm und Nicole Ballier, die als Schlüsselträgerin, unterstützt von Sebastian Guth, in Bad Zwesten half und natürlich das sehr professionelle Haus-Team des Meditationszentums, wäre für mich ein solches Retreat nicht möglich gewesen. Kloster nein. Doch wählte ich wie jede/r von den 30-50 Teilnehmer/innen, (die Teilnehmerzahl wechselte wöchentlich) ob ich während des Schweigeretreats nach den 5 oder den 8 Verhaltensregeln der Mönche und Nonnen leben wolle. Da ich von mir weiß, dass ich eine Neigung zum Extremen habe, entschied ich mich bewusst erst einmal für die 5 Verhaltensregeln. Nach eineinhalb Wochen war es für mich dann hilfreicher die 8 Regeln einzuhalten. So habe ich mich dann z.B. auch noch darin geübt, aufs Essen zu verzichten in der Zeit zwischen Sonnenhöchststand und Morgengrauen des nächsten Morgens. Der Tag begann mit einem Gongschlagen zum Wecken um 5.30 Uhr. Um 6.00 Uhr begann die erste Sitzmeditation mit dem Chanting des Namotassa und den Verhaltensregeln. Um 6.45 Uhr folgte eine Gehmeditation bis 7.15 Uhr. Dann war es Zeit für die Frühstücksmeditation bis 8.15 Uhr. Die Zeit zwischen 8.15 Uhr und 9.15 Uhr galt der Arbeitsmeditation über die ich jedoch frei verfügen konnte, da ich für das Spülen nach dem Abendessen eingeteilt war. Diese Zeit nutzte ich manchmal um Schlaf nachzuholen. Der Schlaf ist kurz und durch sehr lebhafte Träume meinerseits oder die meiner Zimmergenossen, besonders in den ersten Wochen, oft unterbrochen. Doch oft war dies die Zeit für meine Körperarbeit. Am Anfang des Retreats habe ich das Zentrumsgelände noch verlassen um auf Bergpfaden zu joggen oder mich in der großen Schlange, dem großen Kranich oder den Grundübungen der Kraft zu üben. Im Laufe des Retreats musste ich jedoch erkennen, dass schnelle Bewegungen oder der eventuelle Kontakt mit Wanderern dazu führten, dass meine Sammlung in der Meditation litt. So beschränkte ich mich später auf Lockerungs-, Kraft- und Dehnungsübungen. Vipassana Meditation ist in erster Linie eine Schulung für den Geist und das Herz. Der Tagesplan ging im Wechsel von 45 Minuten Sitzmeditation gefolgt von 45 Minuten Gehmeditation weiter. Dieser Rhythmus wurde nur unterbrochen von der Ess-Meditation mittags und für alle, die nur den 5 Verhaltensregeln folgten, der Ess-Meditation abends. Zwischen 20.15 Uhr - 21.15 Uhr wurde mit der Ausnahme donnerstags dieser Wechsel durch einen Dharma Vortrag bereichert. (Dharma - die Lehre Buddhas) In diesem Vortrag fühlte ich mich immer direkt angesprochen, so als würden die Lehrer auf meine derzeitigen Fragen direkt antworten. Danach folgte wieder eine Geh-, dann bis 21.30 Uhr wieder eine Sitzmeditation. Bei der Sitzmeditation ist der "geistige Anker" die Atmung. Die Gehmeditation besteht aus langsamen bewusstem, vielleicht rituellem Gehen. " Sag mir welche Empfindungen du spürst, wenn du mit dem rechten Fuß einen Schritt machst." Ziel dieser Übungen ist es, das Bewusstsein zu erforschen und sich in Achtsamkeit und Gelassenheit oder Gleichmut zu üben. Einmal, später mehrmals am Tag, übten wir uns in der Metta-Meditation. Metta kann man mit liebevoller Güte übersetzen. All diese Übungen im Schweigen, mit Ausnahme von 10minütigen Interviews mit dem Lehrer oder der Lehrerin, ohne nonverbale Kommunikation mit den Anderen (der Blick wird gesenkt), ohne Lesen, Schreiben, Radiohören oder Fernsehen, also ohne Input von außen, führte dies bei mir zwangsläufig zu einer Begegnung mit dem "Ich" oder besser mit meinem Bewusstsein. Hier schließt sich der Kreis: Quan Dao der Weg zu mir selbst. Gibt es ein "Selbst"? Wenn ja, wie fühlt es sich an? Alles Illusion? Für mich stellt sich auch die Frage: Wird es mir irgendwann einmal gelingen, in der von mir erlebten Sammlung und Achtsamkeit, mich in einer langen Form zu üben, womöglich sogar in Dynamik-Flow, ohne die Sammlung zu verlieren. Dies wäre ein Schritt dahin, dass ich diese Achtsamkeit mit in den schnelllebigen Alltag nehmen kann. Wann beginnt wahre Meisterschaft? Mein Interesse ist geweckt, ich werde weiter üben.

Ernst-Ulrich von Teubern

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 WORKKSHOP: KAMPFKUNST UND DHARMA
 

Quan Dao und die buddhistischen Wurzeln

Alle Menschen, die etwas über die Zusammenhänge zwischen der buddhistischen Philosophie (Dharma) und der Kampfkunst Quan Dao erfahren wollen, sind zu diesem Workshop herzlich eingeladen.

Wir werden in einem fließenden Wechsel vom Vortrag zum Dialog und von der Stille der angeleiteten Meditation zu Bewegung die Grundlagen von Kampfkunst und Dharma erleben.

ZEIT: 11.02.07 von 10 - 17 Uhr Im
ORT: Mandala Quan Dao Kampfkunstschule, Haus Chasalla, Sickingenstr. 10, Kassel
INFOS & ANMELDUNG : Ulrich von Teubern, ulrich@quandao.de

Flyer zum Download

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 QUAN DAO TURNIER
 

So, bald ist es wieder soweit: Das 8. Quan Dao Kung Fu Turnier am 3. März 2007 in Bad Wildungen steht in den Startlöchern.
Die ersten Vorbereitungen sind getroffen, der Austragungsort ist gebucht und die Anmeldungen werden in den nächsten Tagen an die Lehrer herausgegeben, damit sie möglichst schnell an die Schüler und Trainierenden weitergegeben werden können. Falls Ihr Euch direkt anmelden wollt, unter www.quandao.de/04_turnier.htm findet Ihr das Anmeldeformular, welches Ihr bitte ausgefüllt an sebastian@quandao.de schickt.

Ich hoffe auf eine möglichst große Resonanz und bin gespannt, was unsere Schüler und Lehrer dieses Jahr zur Präsentation mitbringen werden. Die Kategorien sind weitestgehend gleich geblieben:
- Bruchtest
- Kampf
- Formen und
- Freie Formen
- Demonstrationen und Vorführungen außer Konkurrenz (z. B. Performancegruppe)

Also, bis dahin wünsche ich euch eine gute Trainingszeit im neuen Jahr und viel Einfallsreichtum. Auf neue Ideen und Anregungen sind wir alle sehr gespannt. Vielen Dank, und bis dahin

Euer Turnier-Organisationsteam.

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 SOMMERCAMP 2007: ENTDECKE DEN ANFÄNGERGEIST
  Auf diese Ankündigung haben sich viele schon lange gefreut, jetzt liegt die Freude ganz bei mir: Es ist mir eine Ehre, Euch zum achten Quan Dao Sommercamp 2007 auf der Jugendburg Sensenstein einzuladen! Das Sommercamp ist über sieben Jahre lang zu einem Event gewachsen, das SchülerInnen, KampfkünstlerInnnen und Interessierte aus ganz Deutschland und darüber hinaus zusammenführt. Eine Woche der Bewegung und Begegnung liegt vor uns, vom 29. Juli bis zum 04. August geben wir uns dem Motto hin "Anfängergeist - Mit Grundübungen Bewegung auf den Grund gehen".

Es scheint paradox zu sein, dass wir sieben Sommercamps und ein Jahr Auszeit brauchten, um den Anfängergeist zu entdecken. Viele wissen es bereits: Das Camp 2005 stand unter dem Zeichen des Flussadlers und hat den Sieben-Tiere-Zyklus des Quan Dao vollendet. Die LehrerInnen brauchten das Jahr 2006, um innezuhalten und die weitere Entwicklung vorzubereiten. Wir haben entschieden: 2007 beginnt ein neuer Zyklus, die Lehrkörperschaft übernimmt die Organisation von Reinhard Scheil. Ich werde als neuer Organisator Ansprechpartner für Eure Anliegen sein. Vielen Dank an Reinhard für Deine tolle Arbeit, es sind große Schuhe, in die wir zu schlüpfen haben!

Auch inhaltlich wandelt sich das Camp: Mit den Grundübungen arbeiten wir an unserer Basis. Wir erforschen den Grund unserer Bewegung, geben uns eine gute Grundlage, ergründen unsere Kampfkunst und unseren Weg zur Quelle. Ein idealer Einstieg für Anfänger, und für Fortgeschrittene ein Angebot zur Vertiefung, das man nicht ablehnen kann. Womit wir uns im Camp beschäftigen werden und warum der Ort so gut für das Camp geeignet ist, könnt Ihr dem aktuellen Sommercampflyer entnehmen, den Ihr von Eurem Lehrer oder hier anfordern und den Ihr hier herunterladen könnt. Entdecken wir den Grund unserer Bewegung und lassen wir das Camp mit frischem, neugierigem und wachem Anfängergeist zu einem persönlichen Erfolg für jeden Teilnehmer werden.

Ich persönlich freue mich auf die Begegnungen mit Euch, auf die Bewegung und auf den Wandel, den die Veränderungen mit sich bringen.

Harald von Aschoff
[Organisator]

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