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Klaus Wiedemann, Nikolai Fuhr und ich haben an einem Seminar teilgenommen,
welches vom Karate Verein in Braunschweig regelmäßig - zwei Mal im Jahr - organisiert
wird.
Das Seminar bestand aus zwei Teilen. Im ersten Teil beschäftigten
wir uns mit Hebeln an Armen und Händen. Bis schließlich nur noch der Ringfinger
gehebelt wurde.
Prof. Clark baute sein Seminar folgendermaßen auf: Jede
Übung wurde von ihm an einer Person vorgeführt, die dann unter den Teilnehmern
in Partnerarbeit geübt wurde. Die Hebeltechniken waren so aufgebaut, dass eine
Form entstand. Der eine Part hebelt immer, während der andere Part sich windend,
zuweilen am Boden oder auf den Zehenspitzen um den Partner dreht.
Die
angewandten Prinzipien waren einfach und einleuchtend. Je größer das Gelenk, welches
gehebelt wird, desto größer ist die dafür benötigte Bewegung. Besonders faszinierend
war der Ringfingerhebel. Nur eine winzige Bewegung war notwendig, um einen großen
Effekt auszulösen.
Energetisch betrachtet, werden durch die Hebeltechniken
die Kraft und die Energie, über die Arme, auf das untere Zentrum übertragen. Somit
wird das Gegenüber aus dem Gleichgewicht gebracht, was denjenigen instabil und
somit leichter kontrollierbar macht.
Der zweite Teil des Seminars beschäftigte
sich mit den sogenannten "Pressure Points". Anatomisch gesehen handelt es sich
bei den "Pressure Points" um Nervenaustrittspunkte, Sehnenansätze und ungeschützte
Knochenhaut. Ich wusste zu Beginn mit den "Pessure Pionts" nichts anzufangen,
hatte vorher immer nur gehört: "Der drückt dir auf einen Punkt an deinem Körper
und du fällst um". Ich konnte es nicht glauben, aber zu meinem schmerzlichen Erstaunen
hatte dieser Satz seine absolute Berechtigung. Ein tolles Seminar, mit vielen
neuen Eindrücken ,dass ich jedem empfehlen kann.
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