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 Quan Dao Newsletter 05/2009
 ÜBERBLICK
 


» QUAN DAO KAMPFSEMINAR - EIN NACHRUF
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 QUAN DAO KAMPFSEMINAR - EIN NACHRUF
 

Mehrere Monate sind seit dem Seminar zum "Besten Kampf" vergangen. Und fast genau einen Monat ist es her, dass der Kongress stattfand, zu welchem ja das Seminar hinführen sollte. Die Momente und Augenblicke über die hier geschrieben wird sind also vergangen und verstrichen, doch irgendwas muss doch geblieben sein... Aber was?

Zum einen natürlich Erinnerung. Vom Seminar und vom Kongress werden bei allen Teilnehmern Erinnerungen geblieben sein. Manche werden sich an Michaels einleitende Geschichte zum Seminar erinnern (Kain und Abel; eine gute Einstimmung) andere, welche vielleicht nur den Kongress miterlebt haben, erinnern sich vermutlich an einige Performances, wie Ulrichs Schlange oder an die der Gewinner in der Kategorie Gruppenform mit ihrem Langstock- Tiger.

Zwar ist Erinnerung zweifelsohne etwas bleibendes, jedoch nichts greifbares; sie ist ein Schatten des Vergangen oder auch ein verblassendes Lichtbildnis. Sie ist zwar da, aber irgendwie auch nicht. Es muss also noch etwas anderes geben, was vom Seminar und dem Kongress geblieben ist, etwas, das mehr ist als eine "Momentaufnahme". Am besten etwas, was noch andauert, was nachwirkt. Nun, was wirkt nach?

Das Erlebte, das Erfahrene und die Gefühle, welche mit dem erstgenannten verknüpft sind. Und hier bin ich an dem Punkt angelangt, wo ich nicht weiter allgemein bleiben kann, nun muss ich persönlich werden...

Also: was erlebte, erfuhr und fühlte ich im Zuge des Seminars zum ?Besten Kampf? und auch des Kongress? Zunächst einmal natürlich Körperarbeit und Bewegung. Diese hatten zumindestens schon mal den Effekt, dass ich mich an den Tagen danach eines wohligen, anerkennenden Muskelkaters erfreute. Ferner beruhigte es den Geist. Dann erlebte ich natürlich auch eine Gemeinschaft und fühlte mich selbst in derselben. Auch dies hatte wieder einen entspannenden Effekt, der bis heute anhält. Da hätten wir also schon zwei Dinge die blieben und beide sorgten letztlich für innere Ruhe und Entspannung.

Da fragt man sich natürlich, als ein Kind unserer Zeit, wo da die Action geblieben ist. Man braucht doch auch Spannung und Power oder nicht? Wäre doch langweilig, wenn das Seminar und der Kongress bloß eine Wirkung wie Schlaftabletten und Baldrian gehabt hätten...

Da beide Erlebnisse natürlich überhaupt nicht langweilig waren, gibt es natürlich auch Bleibendes, was eher anspornt und motiviert. Namentlich war dieses aktivierend Bleibende folgende Entdeckung, welche ich durch die Erfahrungen im Seminar und später im Turnier machen durfte:

Die Entdeckung der Möglichkeiten (ja, ich weiß klingt nach Möbeln, aber Einrichten und Vermöbeln sind nicht dasselbe). Ich entdeckte das Vorhandensein von unendlichen Möglichkeiteiten: Möglichkeiten zum Angriff, Möglichkeiten zur Abwehr, Möglichkeiten zum Warten... Möglichkeiten über Möglichkeiten, kurz Möglichkeiten zum Handeln. Oft redet man sich ein, dass man nichts tun könne, dass man handelungsunfähig sei oder ähnliches. Doch durch das Seminar, aber noch mehr durch den wundervollen Kongress, glaube ich, dass es eher so ist, dass man, wenn man sich ohnmächtig oder überfordert fühlt, einfach viele Möglichkeiten nicht sieht. Das wird freilich nicht immer zutreffen, aber bei den kleinen Sorgen des Lebens, wird es so sein.

Ich weiß noch wie ich vor etwa drei Jahren, als ich mit dem Trainig begann, zum ersten Mal sparte und wie überfordert ich damit war. Die Möglichkeiten zur Abwehr waren damals genauso da wie heute, doch mein Auge war damals einfach noch nicht geübt darin sie zu sehen. Vielleicht ist es diese Erkenntnis, die auch hinter der Übung "Die Absicht schärfen und der Schritt in Stille" aus den Grundübungen der Kraft steckt. Aber wahrscheinlicher ist, dass auch diese Interpretation nur eine von tausend möglichen ist...

Danke für's Lesen...

liebe Grüße an euch alle

Johannes

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 AUS EINFÜHRUNGS- WIRD ANFÄNGERKURS
 

Aus Einführungs- wird Anfängerkurs Ein neuer Quan-Dao-Anfängerkurs startet ab dem 06. Mai in Berlin, mittwochs von 20.15 bis 21.45 Uhr. Da nach dem Einführungskurs sechs von sieben SchülerInnen Lust hatten weiter zu trainieren, fliegen jetzt wieder am Mittwoch Abend die Fäuste und Füße. Unter Haralds Leitung geht es weiter mit dem Motto des Einführungskurses: Spüre den Körper, fühle den Geist. "Also probiere aus, wie sich Dein Kung Fu anfühlt, wie Du an die Quelle Deiner eigenen Kraft kommst und wie Du diese Kraft verkörperst", hieß es dort in der Ankündigung. Die Gruppe ist offen für alle EinsteigerInnen und AnfängerInnen, einfach zur Probestunde vorbeikommen.



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