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"Na, wie war das Sommercamp?" Diese Frage begegnet mir im August immer wieder.
Und immer wieder weiß ich keine Antwort.
Das liegt nicht daran, dass das
Sommercamp nicht "war", oder noch weniger daran, dass es "gut" oder "schlecht"
war. Schlecht war es ganz bestimmt nicht, aber gut war es eigentlich auch nicht.
Es war überhaupt kein Ein-Wort-Adjektiv.
Ich fange meist an mit den einfachen
Antworten auf diese Frage, und die kommen von meiner Rolle als Organisator. "Lief
super!", "Total gut, wir waren alle entspannt und das Wetter war auch sehr gut",
"Hat alles gut geklappt" und dergleichen mehr. Das stimmt auch alles; ich fand
das Camp sehr entspannt vom Ablauf, die TeilnehmerInnen und wir LehrerInnen waren
gut drauf und es gab für mich ziemlich wenig zu tun. Ich war sehr erstaunt, als
am Montagmorgen nur eine einzige Meldung kam, dass etwas nicht in Ordnung war
- in den vergangenen Jahren hatte ich schon am Sonntag abend alle Hände voll zu
tun.
Natürlich war nicht alles rund, aber meine Haltung und die Haltung
Aller auf dem Sensenstein war, soweit ich das mitgekriegt habe, sehr entspannt
und gelassen. Vielleicht ist gelassen das bessere Wort. Ich konnte mich lassen,
und vielleicht konnten wir auch den Prozess ein Stück weit einfach so geschehen
lassen, wie er kam. Das war ein sehr schönes Gefühl.
Da sind wir auch
schon bei dem sehr persönlichen Eindruck, den ich vom Camp hatte. Ich habe das
Gefühl, auf dem Camp von der Quelle gekostet zu haben (Ihr erinnert Euch, Weg
zur Quelle und so). Das war eine Erfahrung, die mich persönlich tief berührt und
erfüllt hat, und ich bin sehr dankbar dafür. Den Lehrern und den Teilnehmern,
denn alle haben dazu beigetragen, und ich glaube, jeder konnte ein Schlückchen
Quelle genießen.
Seit dem Camp mache ich wieder jeden Morgen ein paar
Aufwärm- und Dehnübungen, gefolgt von den Grundübungen der Kraft. Das ist aber
nur die äußerlich sichtbare Veränderung, ich versuche mir die Ruhe in Bewegung
zu erhalten, die ich auf dem Camp erfahren habe. Einiges hat sich schon wieder
abgetragen, aber einen Kern davon spüre ich immer noch, und ich weiß jetzt wieder,
wie gut Quellwasser schmecken kann. Dafür gibt es einfach kein Wort.
Harald
von Aschoff
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