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Dao Newsletter 10/2009 | | | ÜBERBLICK
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HERZKREIS-TRAINING IN BERLIN
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DAO SOMMERCAMP 2010 | | |
Sommercamp Quan Dao Kung Fu
25.07. - 31.07.2010
Durch uns
fließt die Quelle Der Effekt fließender Bewegungen
In diesem SC widmen
wir uns dem Bewegungsfluss und verbinden Effektivität und Genuss. Fließende Bewegungen
erzeugen Impact, Wirkung im Andern. Das Fließende überwindet das Feste durch die
grundlegende Akzeptanz von Widerstand. "Nichts ist weicher und nachgiebiger unter
dem Himmel als Wasser. Doch nichts ist besser für das Angreifen des Festen und
Starken." (Lao Tse: Tao Te King) Wir schärfen uns darin, in der Bewegung dem Fluß
zu folgen.
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| | ICH
BEATME DIE ERFAHRUNG! | | |
Kristins Bericht vom Ankommen Zuhause nach einer Woche Sommercamp.
Mein
drittes Quan Dao Sommercamp liegt hinter mir. Gerade habe ich meinen rollbaren
Koffer, einen Wanderrucksack, einen prall gefüllten Stoffbeutel und die kleine
graue Umhängetasche wieder in die vierte Etage zu meiner Wohnung in Berlin Neukölln
hinauf geschleppt. Nach dem Camp ist … ja vor dem Camp. Die Termine auf dem Sensenstein
für 2010 stehen, und das fühlt sich nach der Intensität der vergangenen Woche
im Augenblick tröstlich an. Jedes der drei von mir besuchten Camps war bisher
eine besondere Erfahrung. Dies lässt sich nicht so leicht in Worte fassen, da
im Camp entgegen der üblichen Konventionen dem nonverbalen Austausch bewusst und
mit offenen Augen der Vorzug gegeben wird. Mein Körper hat eine Menge erfahren
und der Verstand kommt mit dem Formulieren nicht hinterher. Die Rückkehr nach
einer intensiven Woche ist mit Aufregung verbunden, auch heute. Wie schaffe ich
es die Gelöstheit mit in den Alltag zu nehmen? Wie schaffe ich es möglichst viel
von den Erfahrungen, möglichst lange zu spüren? Wem kann ich mich mitteilen? Dieses
Camp war anders für mich, da ich mit der Lehrer-Vorhut schon am Samstagmittag
angerückt, und mit der Lehrer-Nachhut am Samstagnachmittag gefahren bin. Jetzt
kenne ich vom zeitlichen Ablauf her den Anfang und das Ende auf Burg Sensenstein.
Das Gefühl für das sich füllende und leerende Camp bleibt wie eine anrollende
und sich zurückziehende Welle in mir. In den vorherigen Camps fiel ich ins gemachte
Nest. Über den Transport von Material vom Berliner Dojo zum Camp und zurück machte
ich mir keinen großen Kopf. Jetzt, im Transporter mit all dem Material an- und
wieder abgereist, wächst das Gefühl für das, was alles nötig ist, damit die Dinge
zum Sensenstein bewegt werden und termingerecht wieder Verschwinden und dabei
geht es um deutlich mehr als nur Teilnehmer. Samstag gegen 15 Uhr in der Abschluss-Abschlussrunde
der letzten Quan Daos auf dem Camp, die Lehrerrunde und einige mitfahrende Schüler,
sagte einer der Lehrer, dass der Abbau nie so leicht geschehen sei, wie in diesem
Jahr. Die Matten aus der Aula in Haus 2 waren bereits vor der Abschlussrunde geräumt.
Nach dem Abschieds-Ritual in der großen Halle nahmen schließlich alle Teilnehmenden
eine Matte in die Hand und es dauerte keine zehn Minuten und die Material-Welle
hatte sich in das Mattenlager der Halle und in die bereitstehenden Transporter
zurückgezogen. Und ein gutes Stück Abbau war erledigt. Das Motto des diesjährigen
Camps "Sich treffen" scheint in den Gästen und Lehrern die Bereitschaft sensibilisiert
zu haben, in der Begegnung mit sich selbst und den anderen, präsent, klar und
bestimmt zu sein. Wir haben uns einander zugemutet. Leichtigkeit hatte diese Bewusstheit
zur Folge, darin waren sich fast alle Lehrer in ihren Feedbacks einig. Auch für
die Verantwortlichen, so entnehme ich den Lehrerstimmen, gab es in diesem Jahr
mehr Freiraum und Möglichkeiten das Camp nicht als Task Force zu durchstehen,
sondern mit zu schwingen. Was will man sagen, wenn alles leicht läuft und keine
größeren Konflikte anstanden? Meister Michael fand mit einem die Runde abschließenden
Feedback die treffenden Worte: "Ich beatme die Erfahrung." Und beflügelt vom Atem
dieses Satzes, der kurz über der Runde stehen blieb und die Runde und dann den
Meister zum Lachen brachte, fanden sich die letzten Kämpfer an den zusammen geschobenen
Holztischen auf der Wiese vor der Cafeteria ein, umzischt von Wespen und mit klebrigen
Fingern vom letzten schweren Mahl auf Burg Sensenstein, saftigen marmeladenbefüllten
Pfannkuchen. Und jetzt öffne ich den Reißverschluss meines Rollkoffers und beginne
damit meine Erfahrungen zu beatmen, um möglichst viel in mich aufzunehmen von
dem, was war. Ich hebe den ersten der zwei zerknitterten Gis aus dem Inneren und
schüttele ihn leicht, bevor ich meine Nase an ihn lege. Da gibt es Spuren von
Salz, ätherische Düfte, eine stechende menschliche Note, die, nach wiederholtem
Beatmen, viel Gefühl auslöst und Erinnerungsfetzen aufsteigen lässt und sich dann
standhaft weigert in Worte gefasst zu werden. Die Muskeln in und um die linke
Schulter und - ah- jetzt auch in der rechten, schmerzen, als ob ich 100 Bäume
gefällt hätte. Die ätherische Note so fällt mir jetzt ein, das ist 'KungFu' Spray,
ein mit chinesischen Kräutern kredenztes Muskel- und Gelenkfluid, das reichlich
auf alle Stellen gespritzt wurde, die etwas einstecken mussten. Und der feine
Unterton im Geruch ist womöglich die Arnika Salbe aus der Drogerie, von dicklich
gelber Konsistenz und sanft duftend, deren Effekt mir nicht ganz klar wurde, die
ich aber täglich mehrfach auf die Stellen meines Körpers strich, die mir Kummer
bereiteten. Das buttrige Gelb gab mir Hoffnung auf schmerzfreie sonnige Tage.
Und da ist hinter den Salzkrusten im Kreuzbereich des Gi, die ihn an dieser Stelle
ein wenig steif gemacht haben, noch ein fieser Geruch, wie aus dem Chemiebaukasten.
Das müssen Reste vom Rheumagel Voltaren sein. Interessiert nehme ich diese Geruchswolke
entgegen. Ich hebe den zweiten Gi auf, schüttele ihn und strecke ihn weit von
mir. Das sind Kampfesdüfte, die Gegner bezwingen können. In Nuancen fallen hier
die Noten noch etwas strenger aus. Diese Jacke habe ich zu Beginn des Camps getragen.
Es folgen die schwarzen Beinkleider. Aus den aufgekrempelten Hosenbeinen der einen
fallen Grashalme hinunter. Das linke Bein der einen Hose riecht nach Bier. Damit
wurde ein in der Aula umgeschüttetes Pils auf der Party am Freitag aufgewischt.
Dieselbe Hose begleitete mich auch durch den Lebenstanz. Plötzlich stehen die
Menschen wieder vor mir, denen ich auf der großen Matte begegnet bin. Stan, der
mit den Fingern sanft vor mir fuchtelte, um dann einen technisch einwandfreien
Schlag in mein unteres Zentrum zu setzen, dann, die wie ein Löwe fauchende, Marjam
mit ihrer Dreadlokmähne und anderen Augenpaaren, Fäusten begegne ich, mal stecke
ich ein, mal teile ich aus. Der blaue Gürtel rutscht aus dem Koffer. Ich rolle
ihn zusammen und denke an die lange Schlange und wie ich versucht habe mit dieser
Form in Fluss zu kommen und wie sich die Schlange auf dem Boden entlang kraftvoll
und mühelos davon bewegt: Fließen, das ist eine Kunst. Und die Kunst beherrsche
ich, so habe ich in diesem Camp gelernt, wenn ich durch den Willen angetrieben,
mich dazu bringt, die Form zu wiederholen, bis das Ziel, der selbst gestellte
Auftrag vergessen wird und ich im Stadium der Selbstvergessenheit in der Form
zu fliegen beginne. Der Kranich senkt seine Flügel und hebt ab. Neben unsäglich
riechenden T-Shirts, fallen zahlreiche mit weißen Salzkrusten bedeckte Unterhosen
aus dem Koffer. Diese werden kurz beatmet und dann zu den anderen Sachen gelegt.
Schließlich liegt da mein kleiner Wanderregenschirm. Der wurde in diesem Jahr
nicht gebraucht. Das Camp war warm, angenehm, nur wenig feucht und jetzt muss
ich lächeln und werde die frisch beatmeten Dinge in die Waschmaschine stopfen.
Die Erfahrung ist gemacht, bleibt, wächst und wird weiter beatmet.
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| | | QUAN
DAO EINFÜHRUNGSKURS AM SONNTAG | | |
Spüre den Körper, fühle den Geist! 3 Termine ab 11.10. Sonntags,
18 - 19.30 Uhr Waldemarstraße 37, Kreuzberg Info und Anmeldung: Harald
von Aschoff, harald@quandao.de, M. 0162 43 13 513
"Der hat gutes Kung
Fu!" Was heißt das, Kung Fu zu haben? Oder Kung Fu zu üben? Mit kahlgeschorenem
Kopf stundenlang auf Steinplatten meditieren, Betonplatten mit dem Kopf durchschlagen,
oder eine Armee mit einem Streichholz besiegen? Kung Fu haben heißt, die Kraft
selbst zu verkörpern, und ein kleiner Hinweis: Dabei ist nicht (nur) die Körperkraft
gemeint. Jede/r von uns kennt das von Tagen, an denen alles wie von selbst läuft
und dabei nicht mal anstrengend ist. Dann haben wir Zugang zur Quelle.
Quan
Dao ist der Weg zur Quelle, also der Weg zu sich selbst. Wer den Weg zur Quelle
geht, kann die Quelle auch für sich nutzen und die eigene Kraft verkörpern. Dazu
schulen wir Körper und Geist, denn ein offener Geist begegnet allem, was die Umstände
erfordern. Der Einführungskurs vermittelt Grundlagen der Kampfkunst Quan Dao Kung
Fu. Wir werden Basistechniken üben, uns im Kontakt bewegen, Traditionen und Rituale
klären und eine Tierform lernen. Anschließend kannst Du, wenn Du möchtest, leichter
in laufende Gruppen einsteigen oder einfach die Erfahrung genießen. Nach dem Einführungskurs
kannst Du auch einfach weiter an demselben Termin trainieren, denn dann fängt
ein neues Training an.
Anmeldung und Infos bei Harald von Aschoff: harald@quandao.de,
T. 030 818 07 650, M. 0162 43 13 513. Das Training findet barfuß in bequemer Sportkleidung
(am Besten mit langen Hosenbeinen) statt. Jede/r kann teilnehmen.
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| | | SONNTAG
IST RUHE-IN-BEWEGUNG-TAG | | |
Neuer Trainingstermin in Berlin Sonntag ist Ruhetag? Stimmt, Ruhe-in-Bewegung-Tag.
Am 01.11. ist der Start zu einem neuen Trainingstermin in Berlin, 18 - 19.30 Uhr
im Zentrum in der Waldemarstraße 37 in Kreuzberg. Harald von Aschoff (harald@quandao.de)
bietet eine gemischte Gruppe an, und zwar in jeder Hinsicht: Alter, Geschlecht,
Graduierung... Come and enjoy.
Info und Anmeldung unter harald@quandao.de,
T. 030 818 07 650 oder M. 0162 43 13 513. Du kannst das Training auch als Ergänzung
zu einem anderen Termin nutzen, in Absprache mit Deiner/Deinem LehrerIn und mir.
Und pünktlich zum Tatort bist Du vielleicht schon wieder zu Hause. »
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| | | HERZKREIS-TRAINING
IN BERLIN | | | Viele
von Euch haben auf den Sommercamps den HerzKreis als Übungsset zur Selbstregulation
kennen gelernt. Wer Lust hat den HerzKreis intensiv kennen zu lernen oder weiter
zu üben, ist herzlich nach Berlin eingeladen. Das nächste Wochenendseminar findet
vom 14. - 15. November 2009 statt, jeweils von 10-16 Uhr. Preiswerte Unterkunftsmöglichkeiten
können vermittelt werden. Bei Anmeldungen bis zum 19.10.2009 € 130,00, danach
€ 145,00. Anmeldungen unter quandao.berlin@web.de oder Quan Dao Zentrum, Henry
Just, Waldemarstr. 37, 10999 Berlin, Tel.: 030/6159077
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