Quan Dao Newsletter<< zurück zur Quan Dao Website

  » Newsletter abonnieren
   
  » Übersicht
  » Archiv 2009
  » Newsletter 12/2009
  » Newsletter 10/2009
  » Newsletter 09/2009
  » Newsletter 05/2009
  » Newsletter 03/2009
  » Newsletter 01/2009
  » Archiv 2008
  » Archiv 2007
  » Archiv 2006
   
  
 Quan Dao Newsletter 10/2009
 ÜBERBLICK
 


» QUAN DAO SOMMERCAMP 2010
» ICH BEATME DIE ERFAHRUNG!

» QUAN DAO EINFÜHRUNGSKURS AM SONNTAG
» SONNTAG IST RUHE-IN-BEWEGUNG-TAG

» HERZKREIS-TRAINING IN BERLIN


 QUAN DAO SOMMERCAMP 2010
 

Sommercamp Quan Dao Kung Fu

25.07. - 31.07.2010

Durch uns fließt die Quelle
Der Effekt fließender Bewegungen

In diesem SC widmen wir uns dem Bewegungsfluss und verbinden Effektivität und Genuss. Fließende Bewegungen erzeugen Impact, Wirkung im Andern. Das Fließende überwindet das Feste durch die grundlegende Akzeptanz von Widerstand. "Nichts ist weicher und nachgiebiger unter dem Himmel als Wasser. Doch nichts ist besser für das Angreifen des Festen und Starken." (Lao Tse: Tao Te King) Wir schärfen uns darin, in der Bewegung dem Fluß zu folgen.



» zurück zum Anfang



 ICH BEATME DIE ERFAHRUNG!
 

Kristins Bericht vom Ankommen Zuhause nach einer Woche Sommercamp.

Mein drittes Quan Dao Sommercamp liegt hinter mir. Gerade habe ich meinen rollbaren Koffer, einen Wanderrucksack, einen prall gefüllten Stoffbeutel und die kleine graue Umhängetasche wieder in die vierte Etage zu meiner Wohnung in Berlin Neukölln hinauf geschleppt. Nach dem Camp ist … ja vor dem Camp. Die Termine auf dem Sensenstein für 2010 stehen, und das fühlt sich nach der Intensität der vergangenen Woche im Augenblick tröstlich an. Jedes der drei von mir besuchten Camps war bisher eine besondere Erfahrung. Dies lässt sich nicht so leicht in Worte fassen, da im Camp entgegen der üblichen Konventionen dem nonverbalen Austausch bewusst und mit offenen Augen der Vorzug gegeben wird. Mein Körper hat eine Menge erfahren und der Verstand kommt mit dem Formulieren nicht hinterher. Die Rückkehr nach einer intensiven Woche ist mit Aufregung verbunden, auch heute. Wie schaffe ich es die Gelöstheit mit in den Alltag zu nehmen? Wie schaffe ich es möglichst viel von den Erfahrungen, möglichst lange zu spüren? Wem kann ich mich mitteilen? Dieses Camp war anders für mich, da ich mit der Lehrer-Vorhut schon am Samstagmittag angerückt, und mit der Lehrer-Nachhut am Samstagnachmittag gefahren bin. Jetzt kenne ich vom zeitlichen Ablauf her den Anfang und das Ende auf Burg Sensenstein. Das Gefühl für das sich füllende und leerende Camp bleibt wie eine anrollende und sich zurückziehende Welle in mir. In den vorherigen Camps fiel ich ins gemachte Nest. Über den Transport von Material vom Berliner Dojo zum Camp und zurück machte ich mir keinen großen Kopf. Jetzt, im Transporter mit all dem Material an- und wieder abgereist, wächst das Gefühl für das, was alles nötig ist, damit die Dinge zum Sensenstein bewegt werden und termingerecht wieder Verschwinden und dabei geht es um deutlich mehr als nur Teilnehmer. Samstag gegen 15 Uhr in der Abschluss-Abschlussrunde der letzten Quan Daos auf dem Camp, die Lehrerrunde und einige mitfahrende Schüler, sagte einer der Lehrer, dass der Abbau nie so leicht geschehen sei, wie in diesem Jahr. Die Matten aus der Aula in Haus 2 waren bereits vor der Abschlussrunde geräumt. Nach dem Abschieds-Ritual in der großen Halle nahmen schließlich alle Teilnehmenden eine Matte in die Hand und es dauerte keine zehn Minuten und die Material-Welle hatte sich in das Mattenlager der Halle und in die bereitstehenden Transporter zurückgezogen. Und ein gutes Stück Abbau war erledigt. Das Motto des diesjährigen Camps "Sich treffen" scheint in den Gästen und Lehrern die Bereitschaft sensibilisiert zu haben, in der Begegnung mit sich selbst und den anderen, präsent, klar und bestimmt zu sein. Wir haben uns einander zugemutet. Leichtigkeit hatte diese Bewusstheit zur Folge, darin waren sich fast alle Lehrer in ihren Feedbacks einig. Auch für die Verantwortlichen, so entnehme ich den Lehrerstimmen, gab es in diesem Jahr mehr Freiraum und Möglichkeiten das Camp nicht als Task Force zu durchstehen, sondern mit zu schwingen. Was will man sagen, wenn alles leicht läuft und keine größeren Konflikte anstanden? Meister Michael fand mit einem die Runde abschließenden Feedback die treffenden Worte: "Ich beatme die Erfahrung." Und beflügelt vom Atem dieses Satzes, der kurz über der Runde stehen blieb und die Runde und dann den Meister zum Lachen brachte, fanden sich die letzten Kämpfer an den zusammen geschobenen Holztischen auf der Wiese vor der Cafeteria ein, umzischt von Wespen und mit klebrigen Fingern vom letzten schweren Mahl auf Burg Sensenstein, saftigen marmeladenbefüllten Pfannkuchen. Und jetzt öffne ich den Reißverschluss meines Rollkoffers und beginne damit meine Erfahrungen zu beatmen, um möglichst viel in mich aufzunehmen von dem, was war. Ich hebe den ersten der zwei zerknitterten Gis aus dem Inneren und schüttele ihn leicht, bevor ich meine Nase an ihn lege. Da gibt es Spuren von Salz, ätherische Düfte, eine stechende menschliche Note, die, nach wiederholtem Beatmen, viel Gefühl auslöst und Erinnerungsfetzen aufsteigen lässt und sich dann standhaft weigert in Worte gefasst zu werden. Die Muskeln in und um die linke Schulter und - ah- jetzt auch in der rechten, schmerzen, als ob ich 100 Bäume gefällt hätte. Die ätherische Note so fällt mir jetzt ein, das ist 'KungFu' Spray, ein mit chinesischen Kräutern kredenztes Muskel- und Gelenkfluid, das reichlich auf alle Stellen gespritzt wurde, die etwas einstecken mussten. Und der feine Unterton im Geruch ist womöglich die Arnika Salbe aus der Drogerie, von dicklich gelber Konsistenz und sanft duftend, deren Effekt mir nicht ganz klar wurde, die ich aber täglich mehrfach auf die Stellen meines Körpers strich, die mir Kummer bereiteten. Das buttrige Gelb gab mir Hoffnung auf schmerzfreie sonnige Tage. Und da ist hinter den Salzkrusten im Kreuzbereich des Gi, die ihn an dieser Stelle ein wenig steif gemacht haben, noch ein fieser Geruch, wie aus dem Chemiebaukasten. Das müssen Reste vom Rheumagel Voltaren sein. Interessiert nehme ich diese Geruchswolke entgegen. Ich hebe den zweiten Gi auf, schüttele ihn und strecke ihn weit von mir. Das sind Kampfesdüfte, die Gegner bezwingen können. In Nuancen fallen hier die Noten noch etwas strenger aus. Diese Jacke habe ich zu Beginn des Camps getragen. Es folgen die schwarzen Beinkleider. Aus den aufgekrempelten Hosenbeinen der einen fallen Grashalme hinunter. Das linke Bein der einen Hose riecht nach Bier. Damit wurde ein in der Aula umgeschüttetes Pils auf der Party am Freitag aufgewischt. Dieselbe Hose begleitete mich auch durch den Lebenstanz. Plötzlich stehen die Menschen wieder vor mir, denen ich auf der großen Matte begegnet bin. Stan, der mit den Fingern sanft vor mir fuchtelte, um dann einen technisch einwandfreien Schlag in mein unteres Zentrum zu setzen, dann, die wie ein Löwe fauchende, Marjam mit ihrer Dreadlokmähne und anderen Augenpaaren, Fäusten begegne ich, mal stecke ich ein, mal teile ich aus. Der blaue Gürtel rutscht aus dem Koffer. Ich rolle ihn zusammen und denke an die lange Schlange und wie ich versucht habe mit dieser Form in Fluss zu kommen und wie sich die Schlange auf dem Boden entlang kraftvoll und mühelos davon bewegt: Fließen, das ist eine Kunst. Und die Kunst beherrsche ich, so habe ich in diesem Camp gelernt, wenn ich durch den Willen angetrieben, mich dazu bringt, die Form zu wiederholen, bis das Ziel, der selbst gestellte Auftrag vergessen wird und ich im Stadium der Selbstvergessenheit in der Form zu fliegen beginne. Der Kranich senkt seine Flügel und hebt ab. Neben unsäglich riechenden T-Shirts, fallen zahlreiche mit weißen Salzkrusten bedeckte Unterhosen aus dem Koffer. Diese werden kurz beatmet und dann zu den anderen Sachen gelegt. Schließlich liegt da mein kleiner Wanderregenschirm. Der wurde in diesem Jahr nicht gebraucht. Das Camp war warm, angenehm, nur wenig feucht und jetzt muss ich lächeln und werde die frisch beatmeten Dinge in die Waschmaschine stopfen. Die Erfahrung ist gemacht, bleibt, wächst und wird weiter beatmet.


» zurück zum Anfang



 QUAN DAO EINFÜHRUNGSKURS AM SONNTAG
 


Spüre den Körper, fühle den Geist!
3 Termine ab 11.10.
Sonntags, 18 - 19.30 Uhr
Waldemarstraße 37, Kreuzberg
Info und Anmeldung:
Harald von Aschoff, harald@quandao.de, M. 0162 43 13 513

"Der hat gutes Kung Fu!" Was heißt das, Kung Fu zu haben? Oder Kung Fu zu üben? Mit kahlgeschorenem Kopf stundenlang auf Steinplatten meditieren, Betonplatten mit dem Kopf durchschlagen, oder eine Armee mit einem Streichholz besiegen? Kung Fu haben heißt, die Kraft selbst zu verkörpern, und ein kleiner Hinweis: Dabei ist nicht (nur) die Körperkraft gemeint. Jede/r von uns kennt das von Tagen, an denen alles wie von selbst läuft und dabei nicht mal anstrengend ist. Dann haben wir Zugang zur Quelle.

Quan Dao ist der Weg zur Quelle, also der Weg zu sich selbst. Wer den Weg zur Quelle geht, kann die Quelle auch für sich nutzen und die eigene Kraft verkörpern. Dazu schulen wir Körper und Geist, denn ein offener Geist begegnet allem, was die Umstände erfordern. Der Einführungskurs vermittelt Grundlagen der Kampfkunst Quan Dao Kung Fu. Wir werden Basistechniken üben, uns im Kontakt bewegen, Traditionen und Rituale klären und eine Tierform lernen. Anschließend kannst Du, wenn Du möchtest, leichter in laufende Gruppen einsteigen oder einfach die Erfahrung genießen. Nach dem Einführungskurs kannst Du auch einfach weiter an demselben Termin trainieren, denn dann fängt ein neues Training an.

Anmeldung und Infos bei Harald von Aschoff: harald@quandao.de, T. 030 818 07 650, M. 0162 43 13 513. Das Training findet barfuß in bequemer Sportkleidung (am Besten mit langen Hosenbeinen) statt. Jede/r kann teilnehmen.


» zurück zum Anfang



 SONNTAG IST RUHE-IN-BEWEGUNG-TAG
 

Neuer Trainingstermin in Berlin Sonntag ist Ruhetag? Stimmt, Ruhe-in-Bewegung-Tag. Am 01.11. ist der Start zu einem neuen Trainingstermin in Berlin, 18 - 19.30 Uhr im Zentrum in der Waldemarstraße 37 in Kreuzberg. Harald von Aschoff (harald@quandao.de) bietet eine gemischte Gruppe an, und zwar in jeder Hinsicht: Alter, Geschlecht, Graduierung... Come and enjoy.

Info und Anmeldung unter harald@quandao.de, T. 030 818 07 650 oder M. 0162 43 13 513. Du kannst das Training auch als Ergänzung zu einem anderen Termin nutzen, in Absprache mit Deiner/Deinem LehrerIn und mir. Und pünktlich zum Tatort bist Du vielleicht schon wieder zu Hause.


» zurück zum Anfang



 HERZKREIS-TRAINING IN BERLIN
 

Viele von Euch haben auf den Sommercamps den HerzKreis als Übungsset zur Selbstregulation kennen gelernt. Wer Lust hat den HerzKreis intensiv kennen zu lernen oder weiter zu üben, ist herzlich nach Berlin eingeladen. Das nächste Wochenendseminar findet vom 14. - 15. November 2009 statt, jeweils von 10-16 Uhr. Preiswerte Unterkunftsmöglichkeiten können vermittelt werden.
Bei Anmeldungen bis zum 19.10.2009 € 130,00, danach € 145,00. Anmeldungen unter quandao.berlin@web.de oder Quan Dao Zentrum, Henry Just, Waldemarstr. 37, 10999 Berlin, Tel.: 030/6159077



» zurück zum Anfang